Zweiter
Verfasst von woodpeckar am Montag, 5. Oktober 2009
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Horizont
Verfasst von woodpeckar am Sonntag, 27. September 2009
Ein Mann im Rock. Zwar keine negativen Gedanken, aber zumindest die still gedachte Frage „Was soll das denn werden?“ hätte vor einigen Jahren der Blick auf einen rocktragenden Mann bei mir bewirkt. Auch die Feststellung „Der hat aber Mut.“ wäre ein möglicher Gedanke gewesen.
Wenn es sich bei dem Männerrock nicht um einen schottischen Kilt gehandelt hätte, wäre auch ohne negative Einschätzung der Rocktragende von mir mit zumindest einer gewissen, zweifelnden Zurückhaltung bedacht worden.
Bei Menschen, die man in einem Internetforum kennenlernt, ist der erste Eindruck eher dadurch begründet was der Andere als Forenbeitrag einbringt (und auch wie er es macht), als durch die optische Wahrnehmung im realen Leben. Irgendwann stellte ich fest, dass ein solchermaßen mit positiver Wertschätzung bedachter Forenuser, Fotograf und Blogger ein bekennender Rockträger ist, und damit wurde mir das Thema Männerrock bewusst.
Mittlerweile sind Röcke an Männerbeinen für mich nichts außergewöhnliches mehr, und es passiert sogar, dass ich erst beim zweiten, dritten oder gar vierten Blick wahrnehme, dass der Entgegenkommende Rock trägt.
Männer dürfen alles tragen – außer Röcke. Als eine der wenigen modischen Revolutionen lässt der selbstbewusste Mann mit Rock auf sich warten. Warum?
stellt Luise Strothmann in einem Artikel der taz zu rocktragenden Männern fragend fest. Es liegt an den Männern, diese Revolution (Wäre es denn eine?) zu starten.
Sollte ich selbst auf den Gedanken kommen, Röcke in mein Outfit einzubinden (da ich häufiger gegen den Strom schwimme, ist das nicht vollkommen undenkbar), weiß ich zumindest einen erfahrenen Berater.
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Selektives Marketing
Verfasst von woodpeckar am Donnerstag, 24. September 2009
An Park&Ride-Parkplätzen findet man in regelmäßigen Abständen an den dort abgestellten Fahrzeugen die Visitenkarte eines angeblich am Ankauf des Fahrzeugs Interessierten.
Auch der Parkplatz, auf dem ich mein derzeitiges (Ersatz-)Fahrzeug abstelle, um den Rest des Wegs zur Arbeit mit „den Öffentlichen“ zu bewältigen, war vor ein paar Tagen wieder einmal das Betätigungsfeld einer solchen Verteilaktion.
Ich könnte mir jetzt darüber Gedanken machen, dass mein Gefährt keine Visitenkarte abbekommen hat. Um ganz sicher zu gehen, habe ich sogar die Umgebung abgesucht, ob sie vielleicht runtergefallen sein könnte.
Es war aber wirklich keine da!
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Hausherrenmodell
Verfasst von woodpeckar am Samstag, 1. August 2009
Zum Tag der offenen Tür im bayerischen Staatsministerium des Innern am Odeonsplatz erschien ich heute schon einige Zeit vor der Eröffnung um 11:00 Uhr. Der Vorteil war, einige ausgestellte Fahrzeuge von Polizei und Feuerwehr ohne Publikum ablichten zu können. Zudem interessiert mich die meist gesteigerte Hektik bei solchen Veranstaltungen kurz vor dem Pubnlikumsansturm.
Des Weiteren konnte ich die offizielle Öffnungserklärung des Bayerischen Innenministers fast hautnah erleben. Und nachdem sich Staatsminister Joachim Herrmann nach seiner gelungenen (und/weil kurzen) Eröffnungsansprache auf einen Rundgang durch die Ausstellung im Freigelände begab, stand er nicht nur der Presse, sondern auch mir für ein Bild auf einem Polizeimotorrad zu Verfügung. Auf das Pappdouble konnte ich also verzichten.
Da zu dieser Zeit noch fast kein Publikum sondern mehr Aktive sich vor dem Gebäude aufhielten, wäre ich bei der Begrüßung einiger Feuerwehrler von außerhalb fast noch zu einem Handschlag durch den Staatsminister gekommen.
Von da an versuchte ich meinen Rundgang räumlich vom ministeriellen Auftreten zu trennen, es waren einfach zu viele Kameras in des Ministers Nähe …
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Über den Wolken …
Verfasst von woodpeckar am Sonntag, 28. Juni 2009
Wenn man auf den Aussichtsberg der bayerischen Alpen schlechthin, den Wendelstein, fahren möchte, fördert schönes Wetter und klare Fernsicht den Genuß des Panoramas nicht unerheblich.
Die Sonderfahrten der IGS mit dem historischen S-Bahnzug ET 420 001 sind einer längeren Planung unterworfen, das „richtige“ Wetter wird nicht automatisch zum Bestandteil des Fahrplans.
Auf den ersten Blick hatten wir bei der gestrigen Fahrt nach Brannenburg mit Anschluss an die Zahnradbahn auf den Wendelstein nicht das geeignete Wetter.
Wenn man aber zwischendurch von der Aussichtsplattform des Wendelsteinhauses die übers Tal ziehenden Wolkenfetzen von oben betrachten kann, oder inmitten von Nebel und Dunst einen klaren Tunnelblick zur Wendelsteinkirche erhaschen kann, dann wird der Ausflug dennoch zum Ereignis. 
Noch nie davor hatte ich selbst erlebt wie innerhalb Sekunden eine undurchsichtige Nebelwand verschwindet oder die Umgebung ebenso plötzlich in ein nicht zu durchdringendes Grau gehüllt ist.
Die gute Stimmung der Teilnehmer blieb auf der Hin- und Rückfahrt ungetrübt. Hier tragen immer wieder die Vereinsmitglieder, die in ihrer Freizeit die Fahrgäste der Sonderfahrten betreuen, einen großen Anteil.
Stets freundlich, mit viel Humor und nicht weniger Engagement ausgestattet sind sie ein Erkennungsmerkmal der Exkursionen mit dem Olympia-Triebzug von 1969.
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Auf den letzten Drücker …
Verfasst von woodpeckar am Sonntag, 17. Mai 2009
Schon im Februar hatte mir mein Chef einen Tipp für die Ausstellung von William Egglestone im Haus der Kunst gegeben. Wissend, dass die Ausstellung noch bis 17.05.2009 dauert, schob ich den geplanten Kulturgenuss immer wieder vor mir her. Und das trotz der freundlichen Öffnungszeiten bis 22:00 Uhr.
Heute, also am letzten Tag, habe ich den Besuch endlich geschafft. Erstaunlich, dass an einem Sonntagvormittag so viele Interessierte in die großzügig gestalteten Räume fanden.
Die Visite hat sich auf alle Fälle gelohnt. Ungewöhnliche Motive aus ungewöhnlichem Blickwinkel und brilliante Farben der Dye-Transfer-Prints sorgen beim Amateur durchaus für Inspiration.
So manches Motiv lässt schmunzeln, besonders wenn der makellose Schein des Motivs von der abgebildeten Wirklichkeit abweicht.
Und besonders bei den in Graceland entstandenen farbenprächtigen Aufnahmen mit ungeahnter Detailfülle fragt sich der Amateur sehr oft: „Wie hat er das bloß gemacht?“.
Für mich war unter anderem auffällig, dass in mehreren Ausstellungsstücken Waffen das Hauptmotiv waren oder es im Hintergrund ergänzten. In Beschreibungen von Egglestones Werken findet dies aber keine besondere Erwähnung. Seiner Darstellung des Alltäglichen bleibt er somit treu.
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Dorfgemeinschaft
Verfasst von woodpeckar am Dienstag, 21. April 2009
In unserem Dorf wird die Durchgangsstraße erneuert. Davon ist auch der Linienverkehr betroffen, die Haltestellen in der Hauptstraße können von den Bussen nicht angefahren werden. Eine Ersatzhaltestelle abseits des Baugeschehens wurde eingerichtet.
Dort wo gewartet wird, wird üblicherweise auch geraucht. An Haltestellen fliegt der Kippenrest dann häufig auf die Straße. An der Ersatzhaltestelle hat irgend jemand eine glorreiche Idee umgesetzt. In beiden Richtungen stehen auf Holzblöcken große sandgefüllte Blumentöpfe. Unauffällig, ganz ohne bissiges Hinweisschild – und sie werden genutzt.
Irgendwie Spitze …
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Volles Programm
Verfasst von woodpeckar am Samstag, 11. April 2009
Montag morgen war etwas früher als gewöhnlich aufstehen angesagt. In Frankfurt/Main stand eine Besprechung an. Kurz nach 10 Uhr sollte der ICE meine Kollegin und mich am Zielbahnhof verabschieden. Fahrplanmäßig.
Kurz vor Ingolstadt war bei Reichertshofen erstmal Stillstand angesagt. Ein Personenunfall mit einem der Züge vor uns machte eine Streckensperrung notwendig. In solchen Fällen kann das auch durchaus länger dauern. Nach einer knappen Stunde und ohne belastbare Prognose, wann die Strecke wieder freigegeben werden würde, entschloss man sich den Zug nach München zurückfahren zu lassen und es über die Ausweichstrecke Augsburg – Treuchtlingen in Richtung Nürnberg erneut zu versuchen. Für die Fahrgäste, die nach Ingolstadt wollten, hielten wir in Pfaffenhofen, ab dort sollte ein Schienenersatzverkehr fahren. „Vorsicht, der Bahnsteig ist nicht für den ICE vorgesehen und sehr tief“ wurden die Aussteigenden gewarnt.
Gegen neun Uhr waren wir wieder in München (Erwähnte ich, dass ich extra früher aufgestanden bin, um den Zug sicher zu erreichen?) und nahmen kurz darauf erneut Anlauf Richtung Nürnberg. Aus dem Umweg über Augsburg – Treuchtlingen wurde aber nichts, die Strecke über Ingolstadt war just zum Zeitpunkt der erneuten Abfahrt aus München wieder freigegeben worden und wurde deshalb als schnellste Verbindung wieder von unserem Zug befahren. Zweieinhalb Stunden nach unserer geplanten Ankunft erreichten wir dann doch noch die Mainmetropole.
Nach der kurzen aber effizienten Besprechung planten wir mit dem in Frankfurt erreichten ICE kurz nach acht wieder in München einzutreffen. Die planmäßigen 15 Minuten bis zu meiner S-Bahn könnten aber im Fall des Falles knapp werden, unkte ich.
Aschaffenburg war vorbei, wir näherten uns Würzburg – und standen. „Personen im Gleis“ war diesmal der Grund für einen Aufenthalt, der meinen 15 Minutenvorrat auf läppische “im besten Fall weniger als 5 Minuten“ zusammenschrumpfen ließ.
Aber noch bevor wir in Würzburg am Bahnsteig standen, stellte sich heraus, dass unser Zug wegen eines Böschungsbrandes nicht den direkten Weg von Würzburg nach Nürnberg nehmen konnte, sondern über Ansbach umgeleitet werden würde. Daraus wurde uns eine Verspätung von ungefähr 40 Minuten prognostiziert (also für mich die S-Bahn eine Stunde später, denn um diese Zeit wird der westliche S-Bahn-Endpunkt nur noch stündlich angefahren).
Unmittelbar vor Einfahrt in den Münchner Hauptbahnhof standen wir noch ein klein wenig an der Donnersberger Brücke, die Störungen hatten so ziemlich alle Züge, die München ansteuerten oder verließen, durcheinander gebracht und für uns war daher wohl gerade kein Platz im Bahnhof.
Insgesamt dreieinhalb Stunden Verspätung – für die ich der Bahn keine Schuld gebe – ließen meine Kollegin und mich zu dem Schluss kommen, dass uns unser Chef zukünftig wohl höchstpersönlich zu Terminen chauffieren würde, das könnte billiger werden, als uns allein der Bahn zu überlassen.
Trotz der Umstände war der Tag angenehm, die Zugbegleiter gaben sich wirklich Mühe, die Fahrgäste zu informieren, über Anschlüsse auf dem Laufenden und mit antialkoholischen Freigetränken im Bistro erfolgreich bei Laune zu halten.
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Antriebsschwäche
Verfasst von woodpeckar am Freitag, 10. April 2009
Wenn so plötzlich der Winter durch Frühlingswetter abgelöst wird, kann man verstehen, dass bei einigen die Frühjahrsmüdigkeit aktiv wird.
Nach Möglichkeit nicht bewegen und keine vermeidbare Hast an den Tag legen … Es wird sich auch für jeden Frühjahrsmüden ein Plätzchen zum Liegenbleiben finden.
Die Schwierigkeiten, die „Madame“ morgens auf dem Weg zum Bahnhof machte, deuten aber eher auf technische Getriebeprobleme hin. Nachdem hier das Spektrum von „kleiner Fehler“ bis hin zu „unbezahlbar“ geht, bin ich gespannt, was die Werkstatt meines Vertrauens nach Ostern als Ursache ermittelt …
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connection reset by peer
Verfasst von woodpeckar am Dienstag, 7. April 2009
Ein Server im Netzwerk beendet unerwartet die Verbindung. Das ist nicht spektakulär oder außergewöhnlich, auch wenn man meist nicht sofort weiss, warum.
Ich konnte erfahren, dass sich sowas durchaus auch bei der Verbindung zu Personen ereignet.
Wohl oder übel werde ich mich daran gewöhnen (müssen).
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