Strapazen
Verfasst von woodpeckar am Samstag, 31. Januar 2009
Chaotische Verhältnisse auf allen Fernstraßen sind regelmäßig die Folge des Ferienreiseverkehrs.
Für den wenige Stunden andauernden Warnstreik einiger Bahnmitarbeiter wurde das große Bahnchaos erwartet. So richtig chaotisch wurde es, als im Anschluss an den Streik am Münchner Ostbahnhof ein Stellwerk ausfiel.
Drei Schneeflocken, die vom Wetterdienst Tage vorher angekündigt werden, produzieren, wenn sie gleichzeitig fallen, unmittelbar ein Schneechaos.
Dem Feuerwehreinsatz im S-Bahnhof Marienplatz und der damit verbundenen Sperrung der Münchner S-Bahn-Stammstrecke folgt ein Chaos im Berufsverkehr.
Nebel am Vormittag, mittags Sonne und abendlicher Regen zeugt von einem Wetterchaos.
Nächsten Dienstag werden U-Bahn, Bus und Tram in München mit Warnstreiks bedacht, und es ist deswegen mit einem Verkehrschaos in der Stadt zu rechnen.
Für die Zeit während der Münchner Sicherheitskonferenz Ende nächster Woche wird der Stadt der Untergang im dramatischen Chaos prophezeit.
Die Zapfsäule einer Tankstelle, die unabhängig von der Tankmenge nur fünf Euro vom Konto abbucht, führt zu einem Tankchaos.
Sobald irgend etwas in unserer übergeordneten Welt nicht mehr unseren Erwartungen entspricht, finden wir uns unmittelbar im Chaos wieder. Die Chance, an den normalen Herausforderungen des täglichen Lebens zu wachsen und sich dadurch weiter zu entwickeln, ist vertan.
Und sollte an irgendeiner Stelle tatsächlich ein komplexes System versagen, versagt damit aber auch die Möglichkeit einer Steigerung.
Auf Dauer wird die Strapazierung chaotischer Verhältnisse ziemlich strapaziös.
Dieses Erlebnischaos muss dann auch erst mal verarbeitet werden können …










