Hübsch häßlich
Geschrieben von woodpeckar am Montag, 4. April 2011
Mit Schallschutzmauern lassen sich Anwohner vor unvermeidbaren auditiven Bahneinflüssen schützen.
In Mammendorf geht man aufs Ganze. Der Bahnhof am Ortsrand wurde auch visuell geschützt und von vorn bis hinten eingemauert.
Die Lücke für den Zugang (ein schmales Treppchen rechts von den Müllcontainern) zum S-Bahnsteig scheint nur lückenhaft, am Bahnsteig errichtete man eine Art Schallschutzwandlabyrinth, damit man in Mammendorf wirklich nichts mehr von der Bahn hören und sehen muss.












Stadtneurotiker sagte
Wie viele Anwohnerbeschwerden gingen dieser grauen Wand voraus?
Häufig verdienen die Ansässigen optisch das, was sie akustisch nicht wahrnehmen wollen…
woodpeckar sagte
Es waren im Lauf der Jahre jede Menge und die bei S-Bahn-Endhalte-Bahnhöfen allgemein bekannten Klagen: die Kühl-/Heizanlage, das Pfeifen beim Anfahren, die Knallgeräusche beim Abschalten des Luftpressers …
Neuperlach sagte
Einerseits habe ich Verständnis für Lärmbelästigungen. Andererseits sollten ästhetisch bessere Lösungen möglich sein. Das, was ich hier und sonst wo sehe, ist eine absolute Katastrophe. Fehlt nur noch der Deckel oben drauf und wir haben eine Tunnelbahn, die keine ist.
Das Bahnfahren macht auch nicht mehr so wirklich viel Spaß, wenn man erhebliche Streckenteile keinen wirklichen Ausblick mehr hat. Letzteres ist aber sicher geringer zu bewerten als das Lärmproblem, aber auch nicht generell zu vernachlässigen. Fahren nicht viele Leute auch deshalb gerne Bahn, weil sie die Landschaft bewundern möchten?